Landrefugium Obermüller – aktiver Rückzug im Rennradrefugium
Rennradurlaub im Bayerischen Wald mit Weitblick & tiefen Selbsteinsichten

Urlaub ab Minute eins für Geist & Körper
Der Begriff „Refugium“ stammt ursprünglich aus dem Lateinischen und beschreibt – abgeleitet von refugere, „sich zurückziehen“ – einen Rückzugsort. Also einen Platz der Zuflucht, Ruhe und Abgeschiedenheit – etwa am Land oder in einem Kloster. Und ganz genau so beschreibt der Hotelier Wolfgang Obermüller sein Haus in freistehender Südlage mit Weitblick im bayerischen Untergiesbach bei Passau (passenderweise auch Abteiland genannt): „Unser Hotelname ist ganz bewusst gewählt, denn das Landrefugium Obermüller****s ist ein Rückzugsort am Land, wie er im Buche steht.“ Und schon sind wir vertieft ins Gespräch und mittendrin in der Spurensuche – zwei Dinge, die sich im kleinen, feinen Landrefugium wie von selbst ergeben. Ein kleines Schwätzchen beim Frühstück, intensive gemeinsame Rennrad-Tourenplanung beim Abendessen, ein tiefgründiger Gedankenaustausch bei einem Glas Bier danach.
Den Blickpunkt a wenig verlagern
„Der Mensch soll in so stürmischen Zeiten wie diesen zur Ruhe kommen,“ postuliert der Hausherr, „unser Haus ist eine kleine Kraftquelle – wie so eine Käseglocke, unter der alles in Ordnung ist. Wir gehen mit allem, was wir hier machen mehr in die Tiefe als in die Breite, hinterfragen Dinge und Prozesse – Welche Ressourcen verbrauche ich, welche Lebensräume schränke ich ein? – und arbeiten bei all unseren Entscheidungen mit Werten, wie beispielsweise regionaler Kreislaufwirtschaft.“
Den Blickpunkt a wenig verlagern
Wer hier zum Rennradurlaub im Bayerischen Wald absteigt, tut dies im Einklang mit der Naturlandschaft. Denn Nachhaltigkeit und Regionalität sind bei dem familiengeführten Betrieb mit rund 100 Betten weder Green Washing noch leeres Lippenbekenntnis. Ebenso wenig wie die vielen Zitate und Sprüche, die uns hier im Haus begegnen und auf Schritt & Tritt begleiten. „Wir wollen Gäste mit Zitaten und kleinen Geschichten, die wir überall im Haus streuen, inspirieren und zum Nachdenken anregen und erreichen,“ beschreibt der Hausherr, wie das Obermüller so tickt, „wir möchten den Blickpunkt unsere Gäste a wenig verlagern.“
Aktiver Rückzug: beweg & denk dich jung
Geist & Körper, Bewegung & Entspannung gehören für Wolfgang untrennbar zusammen – bereits in den 90-ern gründete der umtriebige Hotelier gemeinsam mit Fitnesspapst Dr. Ulrich Strunz eine Hotel-Kooperation rund um die Idee „iss dich jung – denk dich jung - beweg dich jung“. Und auch die zwei Bücher, die er zum Thema Inspiration hat, schlagen in dieselbe Kerbe. Die Grundidee Geist und Körper in Einklang zu bringen und aktiven Rückzug zu leben, zieht sich wie ein roter Faden durchs Landrefugium: „Ein gesunder Geist braucht einen gesunden Körper. Jeder von uns möchte mit hoher Lebensqualität alt werden – dafür muss man auf sein eigenes Konto einzahlen. Die Themen Rennradfahren & Gravelbiken passen da perfekt dazu – beim Rennradfahren hat man ja genügend Zeit zum Nachdenken,“ lacht Wolfgang und ergänzt „am Gravelbike ist man hingegen mehr im Grünen unterwegs und somit eher im Erholungsmodus, da unser Gehirn automatisch in den Regenerationsrhythmus geht, wenn es grün oder blau wahrnimmt. Daher kommt der Geist in der Natur besser zur Ruhe.“ Aktiv sein – Natur spüren – Freiheit genießen – Eigenverantwortung für seinen Körper übernehmen – dadurch den Geist aktivieren lautet die Landrefugium-Devise.
Hauptsache zwei Räder!
Wolfang Obermüller weiß, wovon er spricht. Er kennt die Straßen der Region – inkl. angrenzendem Sauwald und Mühlviertel – wie seine Westentasche. Immerhin hat der Hotelier seine Jugend im lokalen Rennradteam verbracht und ist seit mehr als 25 Jahren mit seinem Motorrad in der Region unterwegs. Auch wenn er’s persönlich gerne motorisiert mag, identifiziert er sich zu 100% mit Roadbikern, denn „die Straßen und das Streben nach Freiheit bleiben dasselbe.“ Die Bikekompetenz im kleinen Hotelteam liegt damit klar beim Chef: „Ich bin der Ansprechpartner für Rennradfahrer. Ich hab‘ über die Jahre ein dicht gewebtes Netzwerk mit den zwei Radteams der Region aufgebaut, von deren Expertise, Regionskenntnis und Tourentipps unsere Gäste profitieren.“ Die geliebten Rennräder parken dabei – ebenso wie die Motorräder – in einer videoüberwachte Garage. Sicher ist sicher.
Familiengeführt, herzlich, nachhaltig.
„Wir zählen zu den kleinen, aber feinen Wellnesshotels im Bayerischen Wald“, beschreibt der Chef sein Angebot, „wir haben nur 100 Betten dafür aber ein sehr großes Wellnessangebot und alles, was Rennradfahrer im Rennradurlaub brauchen – von kohlenhydrat-eiweißreicher Sportler-Ernährung bis zur klassischen Sportmassage. Wir reiten dabei keine Trends – wir bleiben unserer Linie treu.“ Das merkt man etwa, wenn man nach der Rennradtour durch den Bayerischen Wald in dem neuen Saunahaus aufschlägt: hier findet man keine gekünstelten Eventaufgüsse, sondern nur das gute, uralte Schwitzritual der Naturvölker. „Kein Brot & Spiele, sondern zur Ruhe kommen, raus schauen durch die riesengroßen Panoramafenster in die Natur vor unserer Tür.“ Ja, so einfach kann das sein.
360° Bikeglück im Bayerischen Wald
Direkt vor der Haustür des Landrefugiums wartet der Bayerische Wald und das Abteiland mit seinen unzähligen Möglichkeiten. Gravelbiker führt der bayerische Abschnitt des Donauwaldradweg über 90 km durch 3 Länder – von Bayern über Österreich bis nach Tschechien. Der Danube Cycle Path gilt als der bekanntesten Fernradwege Europas, der gut beschildert entlang der Donau führt.
Eine beliebte Rennradtour im Böhmischen Wald führt vom Schwemmkanal im Nationalpark Sumara ins hügelige, kurvenreiche Mühlviertel – mit herrlichen Aussichtspunkten übers malerische bayerische-österreichische Donautal und Wegen über verträumte Dorfstraßen. „Egal ob man entlang der Donau Kilometer-Fressen will oder profiliertes Gelände sucht – bei uns findet man alles, weil wir mit dem benachbarten Sauwald im österreichischen Innviertel und dem Mühlviertel ein sehr abwechslungsreiches Revier haben – und damit zwei klassische Mittelgebirges-Hochlandschaften mit bis zu 1.000 m Höhe“ bringt es Wolfgang auf den Punkt und ergänzt nicht ohne Stolz: „und dies bedeutet für Rennradfahrer: Straßen mit 7,5 bis zu 9,5% Steigung.“
Da fällt einem sofort das bekannte Bertold Brecht Zitat dazu ein: „Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“ Die inspirierende Wirkung der Zitate im Landrefugium zeigt anscheinend langsam ihre Wirkung.
Auszeit statt Bildschirmzeit
„Wir haben schon seit 7 Jahren eine Digitale Detox-Pauschale,“ empfängt uns Wolfgang nach dem Rennradtag verschmitzt grinsend beim Abendessen “mit Büchern statt Fernseher am Zimmer und Candlelight-Dinner statt Handy – inklusive Handy-Tresor am Tisch und Inspiration für Gespräche mit dem Gegenüber: Was war dein erstes Fahrrad gewesen? Was ist deine Lieblingstour? Was bringt dir Kraft? Ihr werdet sehen, so beginnen gute Gespräche und es startet etwas Positives und Neues…“
















