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Rund um Bled: On Tour mit einem Ex-Profi

Slowenien hat sich in den letzten Jahren im Aktivtourismus einen Namen gemacht – und das zurecht. Das grüne Land mit seinen herrlich blauen Seen und den Julischen Alpen bietet für Sportler Abwechslung en masse. Wir haben heute einen ganz besonderen Programmpunkt. Wir fahren eine Rennradtour rund um Bled mit dem ehemaligen Straßenprofi Tadej Valjavec.

Vom Nachwuchsfahrer zum Profi

Tadej erwartet uns bereits auf der Terrasse des Hotel und Glamping Ribno nahe Bled. Das Hotel liegt in einer Waldschonung an einem Hang der zum Ribno hinabführt. Die Glampinghäuschen mit HotPots befinden sich genau an dieser Grenze und eröffnen so einen fantastischen Blick auf den Fluss und in einiger Entfernung auch auf den Triglav. Nach einer ruhigen und entspannenden Nacht sitzen wir also mit Tadej beim Kaffee. Und schon beim ersten Blick sind wir froh gut geschlafen zu haben. Tadej eröffnet uns die Eckdaten unserer heutigen Tour. Ganze 113 km und 2.590 hm möchte er uns rund um den Bleder See führen.

© Hotel Ribno in Bled

Wir packen zusammen und satteln auf. Zeit zum Reden haben wir bei diesen Eckdaten ja noch ausreichend. Und so rollen wir vom Hotel gemütlich weg und folgen einer alten Bahntrasse. Plötzlich tauchen neben uns prähistorische Riesen aus dem Wald auf. Doch Tadej kann uns beruhigen – es handelt sich lediglich um einen Dinosaurierpark, in dem die alten Riesen detailgetreu nachgebaut wurden. Die flachen Passagen nutzen wir nun doch, um ein wenig über Tadejs Karriere zu sprechen.

Mit 22 gewann er die Nachwuchsfahrt des Giro d´Italia und wurde damit von einem Profiteam verpflichtet. Anschließend wurde er zweimal slowenischer Straßenmeister und fuhr bei Giro und Tour de France unter die Top10. Nach Beendigung seiner Radkarriere widmet er sich nun dem Tourismus und führt Gäste auf zwei Rädern durch seine Heimat. Für ihn ein Privileg – er liebt das Radfahren und die Gegend rund um den See bis hinein in den Triglav Nationalpark. Eine beinahe noch wilde und sehr ursprüngliche Gegend. Über sich sagt er: „Sport, vor allem Radfahren, ist mein Lebensstil. Und mein Motto ist der Refrain der Band U2: One Love, One Life …“

Weitblicke und lange Flusstäler

Nach 17 km gehen wir in den ersten richtigen Anstieg. Knapp 400 hm gilt es bis auf die Hochebene von Jamnik zu bewältigen. Wir fahren einige Zeit auf einer schmalen Straße auf dem Kamm entlang und genießen den Blick. Überhaupt scheint die Gegend voll von kleinen Nebenstraßen zu sein. Verkehr begegnet uns kaum und so können wir Landschaft und Asphalt recht ungestört genießen. Wir verlassen die Hochebene und folgen dem Talboden für einige Kilometer. Nun erhebt sich vor uns eine steile Wand. Gute 700 hm am Stück gilt es zu überwinden. Doch oben angekommen, werden wir mit einem unglaublichen Panoramablick belohnt. Bis weit hinein in den Triglav Nationalpark können wir hier sehen.

©San-Martin

Einige Kilometer gelangen wir an den Bohinjsko jezero – einen Bergsee, der von steilen grünen Flanken umgeben ist. Es gibt einige kleine Restaurants und so nutzen wir die Möglichkeit und stärken uns. Tadej berichtet noch einmal von seiner Zeit als Profi, aber auch seinem jetzigen Leben. Er mag es mit Menschen in der Natur unterwegs zu sein, Sport zu machen und ein eher einfaches Leben zu führen. Er wirkt sehr ausgeglichen, sehr verbunden und geerdet in dieser Region.

Noch einmal steigen wir aufs Rad und folgen dem Ribnica-Radweg, der schließlich in den Podjelje-Anstieg mündet. Ein steiler und durchaus herausfordernder Stich mit immer wieder atemberaubenden Blicken ins Tal. Hier auf der Höhe kommen wir auch an einer sagenumwobenen Heilquelle vorbei. Wer einmal von ihr trinkt, so heißt es, erlangt Gesundheit, doch wer im Übermut einen zweiten Schluck nimmt verliert alles sofort wieder.

©Hotel Ribno

Wir nehmen einen zurückhaltenden Schluck und es ist wohl vor allem der Kopf, doch wir fühlen uns durchaus erfrischt für die letzten 20 km der Tour. Diese verlaufen vorrangig bergab und gegen Ende noch im leichten auf und ab rund um den Bleder See. Spätestens hier ist es Zeit für Eis und Kaffee. Beinahe schon kitschig liegt der See an einer Bergflanke, gerahmt von Schloss und Kloster. Wir sind ziemlich begeistert von unserer Tour mit dem Ex-Profi, denn es ging sehr viel mehr um Land und Leute, um sportliches Genießen und Ruhe.

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