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Grenzen überschreiten

in der Ferienregion TirolWest

Rennradfahren in der Region TirolWest © TVB TirolWest - Daniel Zangerl

Fernradwege wie der Innradweg oder die Via Claudia Augusta bringen einen über Landesgrenzen hinaus. Knackige Anstiege aufs Stilfser Joch, die Silvretta oder den Kaunertaler Gletscher führen in atemberaubende Höhen. Und wer möchte, erkundet in einer Tour gleich drei verschiedene Länder. An Touren-Vielfalt mangelt es im Westen Österreichs garantiert nicht.

Aus diesem Grund haben sich meine zwei Freunde Caro und Max und ich für einen kleinen Ausflug nach TirolWest entschieden. Drei Tage lang wollen wir die Region auf zwei schmalen Reifen erkunden. Als Unterkunft haben wir uns für das „Roadbike Holidays“ Hotel Jägerhof in Zams entschieden. Es bietet unseren Rädern tolle Einrichtungen wie etwa einen verschließbaren Fahrradraum und eine Werkstatt-Ecke und uns Rennradlern einen Wäscheservice und einen Bike-Info-Corner mit Übersichtskarten. Vor allem aber hat uns die Roadbike-Kompetenz im Haus selbst überzeugt. Im Hotel gibt es nämlich einen eigenen Bike-Guide. Andreas Traxl nimmt einen gerne mit auf Tour und gibt sicher auch gerne den einen oder anderen Geheim-Tipp weiter.

Rennradfahren in der Region TirolWest © TVB TirolWest - Daniel Zangerl

Wir reisen also alle drei gemeinsam im Auto von unserer Heimat in Zell am See nach Zams. Unsere Räder haben wir am Autoträger hinten am Wagen montiert. Die weitere Rennradausrüstung wie Trikots, Helm und Regenschutz sind schön ordentlich hinten im Kofferraum verstaut. Aufgeregt sitzen wir im Auto und besprechen, welche Tour wir wann am besten angehen. In ungefähr drei Stunden sollten wir nämlich schon im Jägerhof ankommen. Eine große Tagestour gehen wir heute nicht mehr an. Aber es gibt ja reichlich Auswahl. Eine etwas kürzere Strecke für den ersten Urlaubstag tut es auch. Wir entscheiden uns für die Rennradtour zum Gepatsch-Stausee.

Auf zum Gepatsch Stausee

Zuerst einmal kommen wir aber ganz entspannt in unserem Rennradhotel an. Familie Bouvier empfängt uns dort mit typischer Tiroler Gastfreundschaft. Da wir aber keine Zeit verlieren möchten, bringen wir unsere Koffer schnurstracks auf unsere Zimmer und ziehen uns unsere Rennrad-Trikots über. Dann geht es auch schon los. Wir schwingen uns auf unsere Räder und nehmen die Tour zum Gepatsch Stausee in Angriff. Der Stausee befindet sich im hinteren Kaunertal. Seine Staumauer wurde in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts fertig gestellt und war zu dieser Zeit der zehnthöchste Damm der Welt.

Rennrad Tour in der Region TirolWest © TVB TirolWest - Daniel Zangerl

Bevor wir dort ankommen, geht es aber zunächst einmal Richtung Landeck. Auf einer felsigen Kuppe im Süden der Stadt steht dort das Schloss Landeck. Ich mache den Vorschlag, einen kurzen Stopp einzulegen, um uns das Schloss kurz von der Nähe aus anzuschauen. Leider sind Caro und Max von meiner Idee weniger begeistert. In unsere Runde bin ich wohl der einzige, der sich für Sightseeing interessiert. Macht aber nichts. Vielleicht bleibt zu einem späteren Zeitpunkt unseres Kurztrips ja Zeit, damit ich noch einmal in Landeck vorbei schaue. Weiter geht es also den Innradweg entlang bis nach Prutz. Bei unserer heutigen Tour kommen wir nur in den Genuss eines ganz kleinen Teiles des Innradweges. Eigentlich ist er satte 520 Kilometer lang, erstreckt sich über drei Länder und ist einer der längsten Radwanderwege Europas. Wenn man nicht den ganzen absolvieren möchte, könnte man ihm beispielsweise auch einfach den Inn entlang durch Tirol folgen. Dabei würde man noch immer rund 230 Kilometer zurücklegen.

Rennrad Tour in der Region TirolWest © TVB TirolWest - Daniel Zangerl

Für uns geht es von Prutz aber der Bundesstraße folgend hinein ins Kaunertal. Um zum Stausee zu gelangen, müssen wir zuerst noch einen knackigen Anstieg meistern. Kein Problem für uns. Immerhin haben wir bereits vor unserem Urlaub hier in TirolWest fleißig Höhenmeter gesammelt. Und ein paar Trainingseinheiten würde ich auch jedem Raten, der die Region erkunden möchte. Zumindest meiner Meinung nach bekommt man die schönsten Erfolgserlebnisse und atemberaubendsten Panoramen erst nach einem herausfordernden Anstieg. Und die gibt es hier zu genüge. Es wäre eine Schande, wenn man diese samt herrlichem Panorama nicht genießen würde. Oben beim Stausee angekommen, gönnen wir uns eine kleine Verschnaufpause. Dann geht es flach weiter rund um den Stausee. Es folgt ein weiter Anstieg nach Kauns, von wo aus wir einen herrlichen Ausblick genießen. Wir fahren ab nach Prutz und schließlich über Landeck wieder zurück zum Hotel.

Eine wirklich gelungene Runde für den ersten Tag. Nach gut 5 Stunden und circa 1.380 Höhenmetern bin ich aber trotzdem ganz schön K.O. Umso mehr freue ich mich auf die wohlverdiente Sauna. Die gibt es im Hotel nämlich auch – Außenpool und Erlebnisschwimmbad inklusive.

Die Rennradtour für den zweiten Tag haben wir übrigens schon ins Auge gefasst. Die Ofenpass-Runde. Die ist schon mal gut doppelt so lang und führt uns über die Grenze in die Schweiz und nach Italien. Wir sind schon gespannt!

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