Kuli vom X3 Team berichtet über den IRONMAN Austria 2014

Kuli vom X3 Team berichtet über den IRONMAN Austria 2014

Ironman Klagenfurt 2014 - Das Experiment bzw. was man bei einem Ironman nicht machen sollte!

Viele haben sich gewundert warum ich plötzlich an der Startlinie beim Ironman Austria gestanden bin. Mein Freund Rupi wurde erst 2 Wochen vorher informiert, dass er beim Mercedesgewinnspiel einen Startplatz gewonnen hat. Er dachte da gibt es nur einen Verrückten der noch so kurzfristig einspringen würde, nämlich mich! Und weil ich letztes Jahr Werner dazu gedrängt habe dachte ich es ist nur fair wenn ich das auch mal mache.

10 Tage vor dem Start Angemeldet stieg ich gleich mal ohne spezifische Vorbereitung in die Taperingphase ein. Ich denke ich liste das ganze mal chronologisch auf.

17.06. und 18.06.2014
Info über Startmöglichkeit und Anmeldung

20.06.
Graz: 4 Stunden Radausfahrt, erster Sturz (Verletzung am Oberarm)

22.06. - 27.06.
Wunden lecken, etwas Laufen etwas Radeln, Wettkampfschuh geht kaputt, neuen bestellt - Lieferung Freitag wird nichts da der DPD-Fahrer einen Unfall baut. (eh klar aber es ist ihm hoffentlich nichts passiert)

27.06.
Anreise Klagenfurt, Startunterlagen holen, big eating day, und 3 Bier dürften es auch gewesen sein :)

28.06.
Nigelnagelneuen Wettkampfschuh kaufen, leider gabs mein Modell nicht mehr, Pressetermin Mercedes, Radservice, Einchecken, Fortgehen in der City. Um 23:00 Uhr schlafen

29.06.
04:45 Tagwache, Frühstück, Wettkampfnahrung aufs Rad geben, Trinkschlauch auffüllen, Schlauch kaputt!!!! Eh wurscht ist eh nur Spaß, vorbereiten für den Wettkampf

STARTSCHUSS - 07:00 genau 15 min. hinter der Elite:

Yes, gut weg gekommen, Gruppe gefunden, kaum Schmerzen im Oberarm, nach 1.500 m die ersten der Elite eingeholt!!! Mehrere Kollisionen, Mist meine Gruppe verloren, weiter gehts in den Lendkanal, diesmal sehr dreckig. nach 55:25 raus aus dem Wasser (pers. Bestzeit) rauf aufs Rad Kette rechts, 41 km/h Schnitt zumindest am Anfang. Vorm Rupertiberg oh Schreck der Lenker wackelt. Im Ruperti steht Heigl Flo, "hast an Inbus?????? er klar, holt den Inbus, rennt neben mir den Ruperti rauf (toller Athlet dieser Heigl) ich schraube im vollen tritt , Flo "schneller, ich kann nicht mehr" ich endlich fertig Flo auch :) thanks you made my day. Weiter gehts, Magenkrämpfe (wahrscheinlich das Wasser vom Lendkanal), KM 110 Muskelkrämpfe in den Schenkeln. Salz- Iso- Cola am RAD!!!!!! aaahhhh dann gehts so halbwegs.

KM 175 aus, kein Saft mehr, Flasche leer, KM 178 Labestation 0,5 l Cola auf EX.

Wechselzone, plötzlich gehts wieder Radzeit 04:58, Racetime 05:56, eigentlich toll immer noch auf SUB 09 Kurs. Erster Kilometer ca. 3:45 locker angelaufen, haha das wird a Sub 3:00 Marathon.

KM 10 ca. 42 min. es läuft, KM14 aus, Steher, KM 21 Schmerzen Durchgangszeit ca. 1:35, KM 32 meine Bauchmukis geben auf, 100 m laufen 100 m gehen so bringe ich die letzten Kilometer hinter mich. KM 40-41,5 lockeres Plaudern mit Sumi. Zieleinlauf nach 09:41. Ich bin glücklich aber sowas mache ich nie wieder.

19:00 Uhr Heimreise, schließlich muss ich ja morgen Arbeiten.

Fazit: Ich hab mich übernommen, trotzdem eine tolle Zeit geschafft und auf Mallorca wird es hoffentlich was mit der Quali.

Roman musste leider wegen einem Magendarm Infekt aufgeben, hatte trotzdem starke Zwischenzeiten und wird mir in Malle ordentlich den Hintern versohlen. :)

SCHLUSSWORT:

Also an alle Kind(ischen)er da draußen, macht das bitte nicht nach, Ironman ist kein Kindergeburtstag und ich hab immerhin 9 Jahre Erfahrung.

Griaz euer Kuli

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