Das X3 Team sammelt Höhenmeter in den Nockbergen

Das X3 Team sammelt Höhenmeter in den Nockbergen

Ich bin schon unzählige Male von Salzburg über die A10 in den Süden gefahren, jedoch ohne nach dem Katschbergtunnel nach „links oder rechts“ zu schauen. Dabei sind die Nockberge der absolute Wahnsinn für jeden der Bergfahren liebt. Als ich das letzte Mal am Millstättersee war, war es mir nicht klar, dass ich einmal so über die Strassen schwärmen würde – OK…. Damals war ich auch erst 15 und hatte andere Interessen…..

Nach einer sehr angenehmen Anreise – gerade mal 2h von Mondsee – erreichte ich das Hotel in Feld am See. Der Chef persönlich hat mich begrüßt und mir mein Zimmer und das „alarmgesicherte“ Zimmer für mein Bike gezeigt. Natürlich war das Zimmer für mein Rad, genauso wie meines, mit allen Annehmlichkeiten ausgestattet und hat keine Wünsche offen gelassen (kleine Werkstatt – Iso zum selber nehmen – Pumpen, div. Ersatzteile etc….). Auch was Strecken anbelangt war der Chef sofort sehr auskunftsreich und hat mir zum Einstieg die Route auf den Dobratsch empfohlen – jedoch mit dem Hinweis „Da geht’s 16,5km nur bergauf“ - also genau mein DING! 

Also ging’s von Feld am See über© Roadbike Holidays die B98 Richtung Villach und zur Alpen-Arena – den Skisprung-Schanzen in Villach - am Fuße des Dobratsch. Und gleich ging es los mit der Bergetappe – dachte mir eigentlich, ich würde dort auf ein paar Rennradfahrer treffen, die gemeinsam mit mir fahren würden – dem wahr aber nicht so, naja – so konnte ich wenigstens meinen Rhythmus und mein Tempo fahren, obwohl etwas Abwechslung die km schneller schmelzen hätte lassen können.

Oben angekommen habe ich das Panorama genossen und bin den gleichen Weg zurück zum Hotel gefahren – immerhin fast 100km mit mehr als 1800HM. Noch schnell in die Sauna, Muskeln lockern und ab zum Essen.

Am nächsten Tag habe ich mir die „Königsetappe“, die Nockbergrunde vorgenommen. Gleich nach dem Frühstück ging’s auch schon los – nach einem kurzen Einrollen wurde mir auch gleich etwas© Roadbike Holidays warm – die Steigung nach Bad Kleinkirchheim verlangte am frühen Morgen schon einiges ab. Nach Bad Kleinkirchheim folgte ein „Rollerstück“ bis zur Abzweigung auf die Nockalmstrasse – von dort aus ging’s durch das Biosphärenreservat der Nockberge bis zum Höchsten Punkt meiner Ausfahrt der Eisentalhöhe auf 2042m. Auch die Abfahrt habe ich mehr als genossen – ganz wenig Verkehr auf der Straße und nur bergab bis zum Millstättersee. Fertig nach einer Ausfahrt mit mehr als 2500HM auf 112km wollte ich den Nachmittag wieder im Wellnessbereich ausklingen lassen.

Leider war der Nachmittag wieder eine Katastrophe für die Gegend um Feld am See. Bereits am Vortag auf dem Weg zum Dobratsch bemerkte ich (war ja nicht zu übersehen) die abgegangenen Murren in Afritz, dem Nachbarort von Feld/See und leider gab es an diesem Nachmittag wieder ein Unwetter und ich dachte die Welt geht unter….. Als ich aus der Sauna dann aufs Zimmer gegangen bin war auch schon Katastrophenalarm via Sirene zu hören…. Unter diesen Umständen, Straßensperren, Wetter, etc bin ich am nächsten Tag abgereist – ich konnte und wollte nicht radeln gehen wenn andere dort alles/vieles verloren haben. Anstatt Trinkgeld habe ich eine Spende an die Betroffenen an der Rezeption (es lag auch ein Zettel hierfür auf) gegeben.

Alles in Allem ist die Gegend um die Nockberge ein super Radrevier und eine Reise wert. Das Hotel bietet alles was das Radlerherz begehrt – der Chef ist auch ein Biker durch und durch.

Die Heimfahrt gestaltete sich genauso entspannend wie die Hinreise – etwas Bundesstrasse bis Seeboden, Autobahn auf – Autobahn ab.